Dornröschen im Trog – Fantasy

Für diese Anthologie haben sich 22 AutorInnen klammheimlich zusammengeschlossen, um sich mit dieser ausgefallenen Form der Ehrung bei dem Verleger Ernst Wurdack für 10 Jahre Autorenförderung zu bedanken.

Das Buch hat nun auch endlich den Weg zu seinem Empfänger finden können. Verlegt wurde der Band im damaligen Wortkuss-Verlag von Simone Edelberg.

Lieber Ernst, deine offensichtliche Freude ist uns eine wahre Freude. Und herzlichen Dank auch noch einmal an dieser Stelle für die warmen Worte, mit denen du dich bei uns allen extra bedankt hast. Es war ein Vergnügen und eine wundervolle Zusammenarbeit. Lass uns anstoßen auf die nächsten 10 Jahre! Und das ist wirklich unser Ernst.

In dieser Kurzgeschichtensammlung bin ich mit „Dornröschen im Trog“ vertreten. Es ist eine von mir verfasste Persiflage auf mein Märchen „Die letzte Prinzessin und der Zwirrrrrrl“ aus dem Drachenstarken Feenzauber, in der nun plötzlich der Verleger Ernst Wurdack eine Hauptrolle bekommt …

Leseprobe:

Platsch.

Prustend tauchte der Mann, der sich langsam wieder daran erinnerte, dass er in einem anderen Leben Ernst hieß und mit einer heißen Ware namens B.U.C.H. dealte, wieder auf.

Schwein gehabt, dachte er. Hätte nicht jemand einen Wassertrog vor die Taverne geschrieben, wäre das eben ein wenig gesundheitsförderndes Platsch gewesen. Und nu‘?

Ernst sah sich um und starrte in neugierige Gesichter und auf ein paar Schweinerüssel. Ein hübscher, seidenblonder Jüngling, in dessen Wams Fortinbras III. eingestickt war, baute sich grinsend vor ihm auf und hielt ihm einen Zettel vor die Nase. »Das’swas für dich, Alder«, nuschelte er und rotzte einen Gummi auf die Steine.

‚Werde Mitglied bei den nicht so hübschen Drachentötern‘ stand in Frankenstein 12 Fett Kursiv über der Zeichnung einer nacktärschigen Amazone mit einem falsch proportionierten Drachen auf dem Banner [Letter 8,5 x 11 Zoll].
»Stümper«, rief Ernst, als er das Ganze mit fachmännischem Blick erfasste. »Das kann ich viel besser. Morgen schicke ich euch ein Angebot.«

Grübelnd stopfte er den Flyer für einen angemessenen Kostenvoranschlag in seine Hemdtasche und faltete geistesabwesend aus der Buchseite, die er bei seinem unerwarteten Bad nicht losgelassen hatte, einen Papierflieger. Dadurch entging ihm, dass das Wasser um ihn herum blubberte und wogte.

Inzwischen gibt es zwei großartige Rezensionen – zu unser aller Überraschung ist aus einem Projekt, das für uns alle eigentlich nur ein Riesenspaß und für Ernst und seine „Insider“ gedacht war, ein Buch „für alle Fantastikfreunde“ geworden. Wolfgang Brandt vom Geisterspiegel war der Erste, der unseren Ernst besprochen hat. Die Rezension finden Sie unter “ Background – Rezensionen – Anthologien aller Genres – Das ist unser Ernst! „. Eine weitere Rezension stammt von Stefan Cernohuby, der auf Janetts Meinung seine eigene eben diese zu unserem „Geschenkband“ veröffentlicht hat. Vielen Dank an euch beide für eure kritischen und lobenden Worte. Ein Rätsel allerdings harrt nach wie vor der Lösung: Wer ist Luigi Bleifuß?